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Studentisches Wohnen in Bonn Tannenbusch

Neubau des Wohnteils eines bestehenden Gebäudes

Neubau des Wohnteils eines bestehenden Gebäudes

Aufgabenstelltung: Innovative Wohnformen für Studierende in gemischten Quartieren, Standort Bonn. Ermittlung von neuen, innovativen Planungsansätzen zur Integration von studentischem Wohnraum in durchmischt strukturierten Wohngebäuden für breite Zielgruppen wie z.B. auf Familien und Ältere. Die Wohngebäude sollen sich durch Kleinteiligkeit, angemessene Proportionalität und Flexibilität in der Grundrissgestaltung auszeichnen.

pikto 2 studentenwohnen bonn
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Das studentische Quartier zeichnet sich durch eine kleinteilige Struktur einzelner Baukörper auf einem größer maßstäblichen Sockelbauwerk aus. Die Kleinteiligkeit fördert die Identifikation der Mieter als „Hausbewohner“ und die Entwicklung von Nachbarschaften. Die Sockelbauwerke ermöglichen im Zusammenspiel mit den Baukörpern eine adäquate Gestaltung des Stadtraums. Jedes Quartier verfügt über eine dezidiert ausgebildete Nahtstelle zum Stadtteil: als eindeutig öffentlicher Raum, von halb-öffentlichen Nutzungen flankiert. Ausgehend vom Forum liegen sich diese Nahtstellen entlang der Oppelner Straße gegenüber und treten in Beziehung zueinander und zum Stadtteilzentrum. Neben der Vernetzung mit dem Stadtteil schaffen die Quartiere ein differenziertes Angebot von Außenräumen. Sie präsentieren sich als differenzierte Abfolge vom öffentlichen Straßenraum, über verschiedene halb-öffentliche Quartiersräume, bis zu den privaten Wohnhäusern.

Für die Wohnungen und die halb-öffentliche Nutzungen sind zwei unterschiedliche Gebäudetypen entwickelt: die Wohnungsbaukörper und das Sockelbauwerk. Die 4-geschossigen  Wohnungsbaukörper sind als Massivbauten konzipiert. Ein gegebenes, starres System aus den Komponenten „tragende Wände“, „Fassade mit Loggien“, „zentrales Treppenhaus“ und „Nasszellen“ ermöglicht die Realisierung unterschiedlicher Wohnungstypen. Der Mix von Wohnungstypen kann über die Geschosse beliebig variieren. Diejenigen Bauteile die im Falle von Umbauten überproportional kostenrelevant sind, gehören zum System. Dementsprechend  ist eine neue Variation von Wohnungstypen möglich und die tatsächliche Durchführung einer Adaption auch realistisch. Das Treppenhaus bietet die Möglichkeit der Installation eines Aufzugs. Das Sockelbauwerk ist ebenfalls als Massivbau konzipiert. Die Gestaltung der Mauern, des Belags und der Treppenanlage vermittelt das Bild eines großmaßstäblichen Sockels der jedoch nur in Teilbereichen als tatsächliches Sockelgeschoss Raum für halb-öffentliche Nutzungen schafft. Die Wohnungsbaukörper können als Typ unmittelbar auf andere Standorte übertragen werden, modifizierbar hinsichtlich Anzahl, Geschossigkeit, und Ausrichtung. Das Sockelbauwerk dagegen ist für den konkreten Ort entwickelt. Für andere Standorte ist es hinsichtlich räumlicher und funktionaler Bezüge zur Umgebung jeweils neu zu entwickeln.


lageplan studentenwohnen bonn

Auslober: Stadt Bonn, Studentenwerk Bonn, Land NRW
Planungszeit: 2010
Art des Wettbewerbs: Landeswettbewerb

Architekturbüro Ostendorf
Bäckerstraße 30
87435 Kempten